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Karsamstag
Datum und Hintergrundinfos

Karsamstag 2009: Samstag, den 11.4.2009
Karsamstag 2010: Samstag, den 3.4.2010
Karsamstag 2011: Samstag, den 23.4.2011
Karsamstag 2012: Samstag, den 7.4.2012
Karsamstag 2013: Samstag, den 30.3.2013
Karsamstag 2014: Samstag, den 19.4.2014

Karsamstag ist kein gesetzlicher Feiertag, aber ein stiller Feiertag in Deutschland.
Feiertage 2010 | nächster Feiertag: Ostersonntag

Karsamstag gehört zum Osterfest.
Hier finden Sie die Daten aller weiteren Feiertage rund um Ostern 2010, 2011, 2012



Der Karsamstag - Stiller Teil der Karwoche

Ist von Ostern die Rede, so denken wir dabei in erster Linie an die bedeutendsten Tage in dieser Zeit. Neben dem Gründonnerstag, an welchem des letzten Abendmahles Jesu gedacht wird, handelt es sich dabei natürlich um den Karfreitag, der Tag der Kreuzigung Christus sowie an seine Auferstehung in der Nacht zum Ostersonntag.

Nun heißt diese Zeit jedoch Karwoche und umfasst insgesamt sieben Tage. Das Wort Kar wurde abgeleitet aus dem Altdeutschen „Kara“ und bedeutet Trauer und auch Klage. Zur Karwoche gehören die sogenannten stillen Tage Montag bis Mittwoch, an denen keine besonderen Feierlichkeiten stattfinden. Die eigentlichen Kartage jedoch sind die letzten drei vor Ostern, und einer davon – nicht der geringste – ist der Karsamstag.

Großenteils weniger beachtet, fristet er abseits der Hochfeierlichkeiten an Karfreitag und zu Ostersonntag ein bescheidenes Dasein. Dabei markiert er nicht nur das Ende der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern: Es ist auch der Tag, an welchem der Erlöser offiziell für tot erklärt wurde und der somit das Ende der Hoffnungen auf Rettung für alle, die an ihn glaubten, widerspiegelt.

Der Karsamstag ist daher ein Tag der Ruhe und des stillen Gebets. Ein Moment der inneren Einkehr, ohne Gottesdienst - und in allen Katholischen Kirchen auch ohne Geläut, denn als Ausdruck der Betroffenheit über das Schicksal und Leid von Jesus Christus schweigen die Glocken in der Zeit zwischen dem Gloria am Gründonnerstag und dem Gloria in der Osternacht.

Ja, selbst Blumen und Kerzen sucht man vergebens in den Kirchen, die Altäre sind Ihres Altartuches entblößt und zeigen symbolisch den nackten Stein. Messen finden mit Ausnahme der Karmette, einer Trauermette, und manchmal auch einer Kreuzwegandacht nicht statt.

Es können zudem keine mit Festfreude verbundenen Sakramente wie etwa die Eucharistie (Abendmahl) gefeiert werden. Lediglich Bußsakrament und Krankensalbung werden gespendet, und auch die heilige Kommunion darf an diesem Tage nur als Sterbekommunion, also als Wegzehrung, empfangen werden.

Wir gedenken in dieser Zeit vor dem höchsten christlichen Feiertag inhaltlich der Totenwache am Grabe Jesu, denn selbiger ist dem Glaubensbekenntnis zufolge hinabgestiegen in das Reich der Toten. Wir nehmen ebenso Anteil am Schicksal seiner Jünger, welche sich aus Furcht, ihrem Heiland zu folgen, vor der Obrigkeit versteckten.

Es ist jedoch auch ein Tag des Abschließens mit der Vergangenheit. Jedes Ende beinhaltet die Saat für einen neuen Anfang – was geschehen ist, muss akzeptiert und neue Wege müssen gefunden werden. Die Hoffnung auf bessere Zeiten bricht sich allmählich Bahn und wird, wie sich bald zeigt, nicht enttäuscht werden.

Denn am Ende des Karsamstages versammeln sich die Menschen, um den Beginn der Osternacht gemeinsam zu verbringen. Denn allen Bemühungen der Grabwächter zum Trotz: Christus ist auferstanden. Halleluja!






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