Ostersonntag in Deutschland

Datum
Jahr
Name
Art
Regionen
KW
Urlaub?
27. März
Sonntag
Ostersonntag
gesetzlich
BB
12
16. April
Sonntag
Ostersonntag
gesetzlich
BB
15
01. April
Sonntag
Ostersonntag
gesetzlich
BB
13
21. April
Sonntag
Ostersonntag
gesetzlich
BB
16
12. April
Sonntag
Ostersonntag
gesetzlich
BB
15
04. April
Sonntag
Ostersonntag
gesetzlich
BB
13
17. April
Sonntag
Ostersonntag
gesetzlich
BB
15
Ostersonntag 2017
April 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
13     12
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2018
April 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
13      1
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1830      
2019
April 2019
Mo Di Mi Do Fr Sa So
141234567
15891011121314
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2020
April 2020
Mo Di Mi Do Fr Sa So
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Feiertage vor und nach Ostersonntag 2018 Deutschland

Gründonnerstag29.03.2018
Karfreitag30.03.2018
Karsamstag31.03.2018
Ostersonntag01.04.2018
Ostermontag02.04.2018
Walpurgisnacht30.04.2018
Tag der Arbeit01.05.2018

Ostersonntag

Ostern ist - anders als etwa Heiligabend - ein sogenannter beweglicher Feiertag, weil es nicht auf einen feststehenden Tag im Jahr fällt. Es wird nach dem unter Kaiser Konstantin im Jahre 325 a.D. einberufenen Konzil von Nizäa in der heutigen Türkei stets an dem Sonntag gefeiert, welcher auf den ersten Vollmond im Frühling folgt. Damit liegt das Osterfest in einem Zeitkorridor zwischen frühestens dem 22. März und spätestens dem 25. April.

Bereits ab Anfang Februar füllen sich die Geschäfte mit Osterhasen, Ostereiern und allerlei Schmuck für den obligatorischen Weidenstrauch. Spätestens dann ist klar: Ostern rückt näher. In der Karwoche steigt die Spannung allmählich an, die Kinder werden unruhig – und dann ist er endlich da: Der Ostersonntag.

Neben Pfingsten handelt es sich beim Osterfest um das älteste und zugleich höchste Fest der Christenheit. Gefeiert wird der Tag der Auferstehung Jesu nach seiner Hinrichtung durch die Römer. Was war an diesem Sonntage vor rund zweitausend Jahren geschehen?

Nachdem Jesus von Nazareth am Karfreitag den Tod am Kreuz gestorben war, gestatte der römische Statthalter Pontius Pilatus, der ihn verurteilt hatte, entgegen damals üblichen Gepflogenheiten die unverzügliche Abnahme und Bestattung des Leichnams. Der Überlieferung zufolge wurde Jesus in ein Leichentuch gewickelt und in einer Felsengruft bestattet. Diese wurde durch einen großen und schweren Stein verschlossen, von dem man annehmen sollte, dass ein Mensch allein ihn nicht hätte bewegen können.

Zusätzlich ordnet Pilatus an, das Grab bewachen zu lassen, um einem Abtransport mit nachfolgender Auferstehungslegende vorzubeugen. Die Wächter versiegeln den Stein und versehen ihren Dienst, jedoch müssen sie versagen, denn Höheres trägt sich zu.

Früh am Morgen, noch ist es dunkel, da suchen Maria Magdalena und des Jakobus‘ Mutter, Maria, die Grabstätte auf, um den Leib Christi einzubalsamieren. Während sie noch überlegen, wie sie an den Bewachern vorbeikommen und den Stein bewegen sollen, erbebt plötzlich die Erde. Ihnen erscheint ein Engel, der die römischen Wächter erstarren lässt und den Stein für sie zur Seite rollt - und damit unter Beweis stellt, was er den beiden Frauen sagt: Jesus ist auferstanden.

Sie eilen zurück in die Stadt, um die Kunde zu verbreiten, und begegnen dem Heiland auf dem Wege dorthin. Seine Jünger, ganz besonders der ungläubige Thomas, sind zunächst misstrauisch, doch später erscheint Jesus auch ihnen und überzeugt sie davon, dass er den Tod besiegt hat. Später tragen sie die Kunde davon hinaus in die Welt und haben die frohe Botschaft damit bis in unsere Tage lebendig erhalten.

Mit dem Ostersonntag enden die heiligen drei Tage, das Triduum Sacrum, und zugleich die Fastenzeit. In den Kirchen beginnen die Feierlichkeiten bereits in der Osternacht, also am Abend des Karsamstages, mit der Lichtfeier. Dabei werden nahe den Gotteshäusern Feuer entfacht, woran unter Dankgebeten die neue Osterkerze entzündet wird. Es folgt eine Prozession in die noch dunkle Kirche.

Nach dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ des Priesters, was übersetzt „Christus das Licht“ bedeutet, und der Antwort der Gemeinde „Deo Gratias“ (Ehre sei Gott) wird die Flamme der ersten Kerze an die übrigen Gläubigen verteilt und das Kircheninnere erhellt sich.

Nach dem folgenden Wortgottesdienst setzt mit dem Gloria erstmals die Orgel wieder ein, die seit Gründonnerstag geschwiegen hatte, und die Glocken beginnen zu läuten. Es schließen sich Taufe bzw. Tauferneuerung und Eucharistiefeier (Abendmahl) an, die Messe endet mit dem Halleluja.

Der Brauch der großen Osterfeuer übrigens, die in vielen Gemeinden zusätzlich zum kirchlichen abgebrannt werden und sowohl Treffpunkt als auch Fest für viele Menschen sind, geht vermutlich auf Traditionen zurück, die im Laufe des 16. Jahrhunderts entstanden sind und vom Christentum übernommen wurde. Ursprünglich sollte mit den möglichst hoch auflodernden Flammen nämlich der Winter ausgetrieben werden, und die Asche diente zum Schutze der Saat auf den Feldern.

Was haben denn nun aber eigentlich Osterhasen mit der ganzen Sache zu tun, und was die Eier? Letztere zu bemalen ist ein alter und überregional verbreiteter Brauch unter Christen, an dem natürlich vor allem Kinder ihren Spaß haben, wenn sie sie bemalen oder die versteckten Eier suchen dürfen. Der genaue Ursprung des Brauches ist nicht bekannt, es wird jedoch eine Symbolik im Zusammenhang mit der Auferstehung angenommen, was im Hinblick auf das Ei als Beginn neuen Lebens nachvollziehbar ist.

Der Osterhase hingegen taucht, ebenso wie die Sitte des Eiersuchens, in der Geschichte zuerst im Mittelalter gegen Ende des 16. Jahrhunderts auf. In Deutschland war er in Verbindung mit Ostereiern bis um 1900 herum übrigens nicht zu finden, vermutlich deshalb, weil bis dahin regional verschiedene Tiere wie z.B. Kraniche oder Füchse die Eier zu den Kindern brachten.

Wie es nun zu der Hasen-Ei-Verbindung kam, darüber gehen die Meinungen auseinander. Am wahrscheinlichsten ist wohl die Deutung, dass die Erwachsenen, welche die Eier für die Kinder versteckten, jenen eine glaubhafte Erklärung für deren Lieferung geben wollten. Und das waren dann eben diverse Tiere, unter denen der Hase sich letztlich durchgesetzt hat. Und lecker ist der Brauch ja immerhin!