Heilige Drei Könige 2010, 2011, 2012
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Heilige Drei Könige
Datum und Hintergrundinfos

Heilige Drei Könige 2009: Dienstag, den 6.1.2009
Heilige Drei Könige 2010: Mittwoch, den 6.1.2010
Heilige Drei Könige 2011: Donnerstag, den 6.1.2011
Heilige Drei Könige 2012: Freitag, den 6.1.2012
Heilige Drei Könige 2013: Sonntag, den 6.1.2013
Heilige Drei Könige 2014: Montag, den 6.1.2014

Heilige Drei Könige ist gesetzlicher Feiertag in folgenden Bundesländern:
Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt
Feiertage 2010 | nächster Feiertag: Valentinstag


Der Weg der drei Pilger - Heilige Drei Könige

Bei den Kindern sind sie beliebt. Ebenso den meisten Erwachsenen sind diese Wanderer auch nach all den vielen Jahren ein Begriff. Denn sie waren es, die den Weihnachtsstern sahen, der Ihnen, hell am nächtlichen Himmel leuchtend, den Weg zur Geburtsstätte des neuen Königs der Juden, nämlich Jesus von Nazareth, nach Bethlehem wies.

Sie waren seine ersten Verehrer, sie knieten vor dem Kinde nieder, huldigten dem Menschen, in welchem sie den Messias erkannten und beschenkten ihn mit den Gaben, die sie mit sich trugen: Mit Myrrhe, dem Balsamöl, gewonnen aus dem Harz des Myrrhestrauchs, mit Weihrauch, dem getrockneten Harz des Weihrauchbaumes und mit dem Gold, welches einem König gebührt.

Die Rede ist von Caspar, Melchior und Balthasar – den drei Weisen aus dem Morgenlande. Ob sie wirklich so hießen, ist heute kaum mehr zu bestimmen, denn nicht nur ihre Anzahl schwankte, je nach Quelle, zwischen zwei und vier, auch ihre Namen waren ursprünglich nicht festgelegt. Die aktuell gültige Fassung wurde zwischen dem sechsten und achten Jahrhundert bekannt, jedoch existieren auch heute noch regionale Abweichungen.

Anfänglich waren die Drei auch keine Aristokraten sondern, folgt man Matthäus, Magier aus dem Osten, also „Weise“. In den königlichen Stand wurden sie erst lange Zeit später erhoben, etwa zwischen dem achten und dem zwölften Jahrhundert. Zu ihrem Andenken begehen wir heute jedes Jahr am 06. Januar, benannt nach der Erscheinung des Herrn, das Epiphaniasfest, bekannter unter dem Namen „Heilige Drei Könige“.

Wenngleich es kein bundesweiter Feiertag ist, so hat sich doch fast überall der Brauch des Sternsingens etabliert. Dabei ziehen hauptsächlich Kinder, verkleidet als eben diese Könige, mit einem Stern von Haus zu Haus, singen, sprechen ein Gedicht oder Gebet und verkünden die frohe Botschaft. Die als Lohn dafür erhaltenen Gaben, meist Geldspenden, gehen an die Armen, heute also an wohltätige Zwecke.

Zum Dank hinterlassen sie mit geweihter, weißer Kreide ihre traditionelle Segensbitte an der Haustür oder am Türbalken, etwa so: *C+M+B+10. Der Stern symbolisiert dabei den von Bethlehem, die Kreuze repräsentieren die Dreifaltigkeit in Form des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und die Buchstaben stehen wahlweise für die Namen der Drei Weisen oder für das lateinische „Christus Mansionem Benedicat“, was so viel bedeutet wie: „Christus, segne dieses Haus“.

Die Ziffern bezeichnen die Jahreszahl des Besuches und ändern sich somit in jeder Saison – in Gebrauch sind im Übrigen je nach Land und Konfession diverse örtliche Variationen der genannten Symbole.

Orthodoxe Christen feiern die Wasserweihe zum Gedenken der Taufe Christi, während die Katholische Kirche dieses Ereignis getrennt von seiner Erscheinung erst an dem auf Epiphanias folgenden Sonntag zelebriert.

Eine besondere Form der Erinnerung an Caspar, Melchior und Balthasar findet sich in Form ihrer Gebeine, der Überlieferung nach die einzigen erhaltenen menschlichen Überreste von Zeitzeugen der Geburt Christi. Als Reliquien fanden sie ihren Weg mit Hilfe der Heiligen Helena, Mutter Kaiser Konstantins I, des Bischofs Eustorgius sowie des Erzbischofs Rainald von Dassel im Jahre 1164 von Palästina über Mailand bis ins mittelalterliche Köln.

Die Stadt erlangte dadurch neben ihrem Rang als Bistumssitz überregionale Bedeutung als Wallfahrtsort. Möglicherweise waren also diese Reliquien mit einer der Gründe für den Bau des Kölner Doms, denn dem wunderschönen, kunstvoll verzierten Schrein, in dem sie noch heute aufbewahrt werden, geziemte ein würdiges Domizil. Nach 632 Jahren Bauzeit war die entsprechende, bautechnische Meisterleistung dann auch vollbracht worden – aber das ist eine andere Geschichte.






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