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Valentinstag
Termine und Hintergrundinfos

Valentinstag 2007: Mittwoch, den 14.2.2007
Valentinstag 2008: Donnerstag, den 14.2.2008
Valentinstag 2009: Samstag, den 14.2.2009
Valentinstag 2010: Sonntag, den 14.2.2010
Valentinstag 2011: Montag, den 14.2.2011
Valentinstag 2012: Dienstag, den 14.2.2012

Valentinstag ist kein gesetzlicher Feiertag in Deutschland.
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Valentinstag - 14. Februar

In England und Nordamerika hat dieser Feiertag im Brauchtum eine lange Tradition. Nach dem Zweiten Weltkrieg weiteten sich die Einflüsse dieses Tages der Liebenden auch auf Mitteleuropa aus. Der Tag der Liebe ist auch ein Tag der Freundschaft, an dem man besonders in England und Nordamerika auch Freunden eine Überraschung in Form von Blumen und kleinen Geschenken bereitet. Inzwischen hat die Geschenkindustrie das Potenzial erkannt und befördert einen oberflächlichen Bekanntheitsgrad. Dem Mythos nach geht der Brauch auf den Bischof Valentin zurück, der im 3. Jahrhundert in der italienischen Stadt Terni seinen Wirkungskreis hatte. Unter Kaiser Claudius II. Gothicus soll er wegen seines christlichen Glaubens im Jahre 268 den Märtyrertod erlitten haben. Allerdings vermischt sich die Märtyrerlegende mit der eines in Rätien lebenden Bischofs Valentin im 5. Jahrhundert, dessen Gebeine vom bayrischen Herzog Tassilo III. etwa im Jahre 764 nach Passau überführt worden sind.
Valentin gilt unter anderem als Patron der Reisenden, der Imker, der Jugend und vor allem als Garant der guten Heirat. Der Valentinstag hieß deshalb auch Vielliebchentag, da die jungen Mädchen früher glaubten, welchen Jüngling sie zuerst an diesem Tag vor ihrem Haus erblickten, den würden sie heiraten. Der christliche Mythos wird sich hier vielleicht auch mit dem heidnisch- römischen Brauch verbunden haben. Der Brauch, am Valentinstag Blumen zu verschenken, deutet auf den Geburtstag der römischen Göttin Juno (als Äquivalent zur griechischen Göttin Hera, der Göttermutter) am 14. Februar hin, die als Göttin der Geburt und der Heirat in der Mythologie ihren Platz an der Seite ihres Gatten Jupiter (Zeus) den Götterhimmel (Olymp) anführte. Ihr wurden an diesem Tag Blumenopfer dargebracht. Hier vermischt sich antiker Mythos mit frühmittelalterlicher Legende. Die Sage vom Mönch Valentin, der über die Klostermauer hinweg vorbeikommenden Liebenden Blumen reichte, inspiriert bis heute die Gedankenwelt.

So ist bis heute der Valentinstag ein Fest der Liebenden und Freundschaft geblieben. Aus Geschichte wurde Legende, aus Legende Mythos…

Die Auswahl der Blumen untersteht als Valentinstaggeschenk im Brauchtum einer traditionellen Bedeutungsvorgabe, weswegen hier einige Beispiele gezeigt werden:

Tulpe:
Wenn auch schön ist deine Gestalt,
über mein Herz hast du keine Gewalt.

Narzisse:
Warum mein Liebchen, quälst Du mich
gar so grausam und fürchterlich?

Flieder:
Mein liebes Herz, ich frage Dich
Liebst du auch treu und redlich mich?

Feuerlilie:
Ich bete dich an, du hast es mir angetan.

Während die jungen Mädchen an diesem Tag der Jugend und Liebe seit dem Mittelalter prophetische Spiele zelebrierten (Mädchen schrieben als Beispiel die Namen ihrer Verehrer auf kleine Zettel, umhüllten sie mit Lehm und versenkten sie im Wasser. Welcher Zettel sich zuerst vom Lehm befreite und an die Oberfläche kam, der offenbarte den Namen des zukünftigen Bräutigams.), standen die Kinder in aller Frühe auf und riefen jemanden vor Sonnenaufgang ein "Guten Morgen Valentin" entgegen. Konnte der derart Gegrüßte dem noch frühmorgendlichen Gruße nicht zuvorkommen, so war ein Wechselgeschenk für das grüßende Kind gewiss.
Mit dem Valentinstag beginnt auch die eigentliche Faschingszeit. Im Mittelalter wurden an diesem Tag große Gastmähler abgehalten. Festmahlzeiten von Gilden, Zünften und Bruderschaften wurden hier terminiert und organisiert. Karnevalsgesellschaften eröffneten Bälle, Künstler- und Gauklerfeste und Maskenfeste ließen die Zeit des Karnevals beginnen.


Literatur
Angelika Feilhauer: Feste feiern in Deutschland. Ein Führer zu alten und neuen Volksfesten und Bräuchen, Zürich 2000, S. 34f
Sybil Gräfin Schönfeldt: Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche. Durch das Jahr und den Lebenslauf, Ravensburg 1987, S. 48f





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