Weiberfastnacht

Datum
Jahr
Name
Art
Regionen
KW
Urlaub?
04. Februar
2016
Donnerstag
Weiberfastnacht
nicht ges.
landesweit
05
23. Februar
2017
Donnerstag
Weiberfastnacht
nicht ges.
landesweit
08
08. Februar
2018
Donnerstag
Weiberfastnacht
nicht ges.
landesweit
06
28. Februar
2019
Donnerstag
Weiberfastnacht
nicht ges.
landesweit
09
20. Februar
2020
Donnerstag
Weiberfastnacht
nicht ges.
landesweit
08
11. Februar
2021
Donnerstag
Weiberfastnacht
nicht ges.
landesweit
06
24. Februar
2022
Donnerstag
Weiberfastnacht
nicht ges.
landesweit
08
Weiberfastnacht 2017
Februar 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
05  12345
066789101112
0713141516171819
0820212223242526
092728     
2018
Februar 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
05   1234
06567891011
0712131415161718
0819202122232425
09262728    
2019
Februar 2019
Mo Di Mi Do Fr Sa So
05    123
0645678910
0711121314151617
0818192021222324
0925262728   
2020
Februar 2020
Mo Di Mi Do Fr Sa So
05     12
063456789
0710111213141516
0817181920212223
09242526272829 

Feiertage vor und nach Weiberfastnacht 2018

Silvester31.12.2017
Neujahr01.01.2018
Heilige Drei Könige06.01.2018
Weiberfastnacht08.02.2018
Fastnachtssamstag10.02.2018
Fastnachtssonntag11.02.2018
Rosenmontag12.02.2018

Weiberfastnacht Bedeutung

Der vor Aschermittwoch gelegene Donnerstag wird traditionell als Weiberfastnacht bezeichnet. Daneben ist dieser Tag unter anderem als Wieverfastelovend (in Köln), Altweiberfasching, Altweiberfastnacht und Fettdonnerstag (in Aachen) bekannt. Andere Regionen und Länder führen diesen Tag auch als schmutzigen (schmotziger) Donnerstag in ihrem Kalender, wobei der Begriff schmotzig für das letztmalige Schlemmen mit deftiger, fettiger Kost vor der kommenden Fastenzeit steht.

Traditionell verbindet man die Weiberfastnacht mit dem Aufbegehren der Beueler Wäscherinnen im Jahre 1823. Geschichtlich lässt sich dieser Festtag jedoch bis weit vor deren Komiteegründung 1824 zurückverfolgen. Bereits im 14. Jhd. kamen am besagten Donnerstag die Ehefrauen hoch angesehener Familien zusammen, um zu feiern und auf heitere Weise über ihr schweres Los als Gattin zu plaudern. Anfang des 18. Jhd. wurde die Weiberfastnacht als Pfaffenfastnacht bezeichnet. Hier waren es die Nonnen in den Klöstern, die sich auf verschiedene Weise einen Spaß erlaubten. Der Begriff "Mötzebestot" geht vermutlich auf die Tatsache zurück, dass sich die Nonnen Mützen auf ihre Hauben setzten, die sie sich während der Feierlichkeiten gegenseitig vom Kopf rissen.

Die Weiberfastnacht besitzt mittlerweile in allen Regionen mit karnevalistischen Aktivitäten einen hohen Stellenwert, vor allem jedoch im Rheinland. Der erstmals 1823 durchgeführte und als geordnet bezeichnete Straßenkarneval war ausschließlich den Männern vorbehalten. Während diese ausgelassen feierten saßen die Frauen zuhause oder gingen gewohnt ihrer Arbeit nach. Eine Gruppe von Wäscherinnen in Bonn Beul wollte sich dies nicht einfach gefallen lassen. Sie gründeten 1824 das Beueler Damenkomitee, offiziell als "Altes Damenkomitee von 1824 e. V." beschrieben. Mitglied werden durften nur "Möhnen", eine altertümliche Bezeichnung für verheiratete Frauen. Die in dieser Vereinigung Tätigen trafen sich an besagtem Donnerstag, um sich über die durch ihre Ehemänner verursachten Ungerechtigkeiten (z.B. Ehebruch, Alkoholexzesse) auszutauschen und daneben auch auf die zum Teil unzumutbar schwere Arbeit hinzuweisen. Die an den Pranger gestellten Männer waren von den Treffen ausgeschlossen, sie feierten auf den Straßen, während sie von ihren Frauen sprichwörtlich "in die Mangel" genommen wurden. Als zusätzliche Besonderheit ruhte an diesem Tag die Arbeit, es wurde keine Wäsche gewaschen.

Das Damenkomitee in Bonn Beuel hat bis heute Bestand. Seit 1958 wird jährlich eine Repräsentantin dieser Vereinigung gewählt, die den Titel"Wäscheprinzessin" trägt. In den Hochburgen des Karnevals lassen sich daneben immer noch Verhaltensweisen feststellen, die auf das Beueler Komitee zurückgeführt werden können. So sind vielfach Geschäfte und Büros an diesem Tag geschlossen, um den feiernden Menschen die Teilnahme an den Aktivitäten zu ermöglichen. Daraus entwickelt haben sich auch der Sturm des örtlichen Rathauses sowie die angezeigte "Entmannung" bzw. Entmachtung durch das Abschneiden der Krawatte beim Mann.

Während die Weiberfastnacht traditionell den Frauen gewidmet ist, zeigt sich im alemannischen Sprachraum das genaue Gegenteil. Hier ist ausnahmslos das männliche Geschlecht für die ausgelassenen Festivitäten verantwortlich.