Allerseelen in Deutschland

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02. November
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Allerseelen 2017
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Feiertage vor und nach Allerseelen 2018 Deutschland

Reformationstag31.10.2018
Halloween31.10.2018
Allerheiligen01.11.2018
Allerseelen02.11.2018
Martinstag11.11.2018
Volkstrauertag18.11.2018
Buß- und Bettag21.11.2018

Allerseelen - Gedenken der Verstorbenen

Wo Allerheiligen ist, da ist Allerseelen nicht weit. Dieser Gedenktag fällt im Kalender stets auf den 02. November, und es handelt sich - zumindest in Deutschland - nicht um einen gesetzlichen Feiertag.

Seine Einführung geht zurück auf ein Dekret des Benediktinerabtes Odilo von Cluny aus dem Jahre 998. Es war sein Wunsch, an diesem Tage aller Gestorbenen zu gedenken, insbesondere denen des vergangenen Jahres, aber speziell auch jener armen Seelen, die dem Glauben nach im Fegefeuer für ihre Sünden Höllenqualen zu erleiden haben.

Ihr Los soll durch Fürbitte, die Gabe von Almosen und natürlich durch Gebete erleichtert werden, deren Kombination bewirken soll, dass die Toten an diesem Tage für kurze Zeit aus dem Fegefeuer zur Erde aufsteigen können und so temporäre Linderung erfahren. Während dieser Phase wandeln die Toten buchstäblich unter uns.

Aber auch die Sterblichen sollen sich an Allerseelen, ebenso wie an den anderen Totengedenktagen Volkstrauertag und Totensonntag, ihrer Vergänglichkeit bewusst werden, denn wie heißt es in einem Hymnus der Benediktiner: "Tod und Vergehen waltet in allem, steht über Menschen, Pflanzen und Tieren, Sternbild und Zeit."

Je nach regionaler Sitte und Temperament wird Allerseelen unterschiedlich begangen. Das Spektrum reicht dabei von stiller Einkehr bis hin zu Feiern mit fröhlicher Ausgelassenheit, umfasst aber auch bisweilen bizarre oder makaber anmutende Rituale, von denen sich einige, etwa in Bayern, bis in die heutige Zeit erhalten haben.

Verbreitet ist beispielsweise die Speisung der armen Seelen. Zu deren Labung werden einfache Speisen auf dem Küchentisch bereitgestellt wie Milch zum Abkühlen der brennenden Kehlen, Brot oder auch Suppe. Schüsseln mit Öl dienen der Pflege von Brandwunden aus dem Höllenfeuer.

Besonders interessant ist dabei die Tradition des Totenbrotes: Die Formen variieren von Dorf zu Dorf und können sowohl die Gestalt eines so genannten Allerseelenspitzes annehmen (Rautenförmig) wie auch die eines Knochens. Allein: Weil die Haustüren offen stehen und die Toten sich selten blicken lassen, kommen meist die lebendigeren Armen auf diese Art in den Genuss einer Mahlzeit.

Bekannter ist das von den Katholiken verwendete Seelenlicht, welches traditionell an Allerseelen die Gräber schmückt und den ganzen Tag über brennen soll - als Symbol für das ewige Licht, das dem Verstorbenen leuchten soll. Weniger bekannt ist, dass dieses Licht früher im Allgäu aus einer ausgehöhlten Rübe oder einem Kürbis bestand.

Zwar wurden diese inzwischen von den üblichen roten Grablichtern abgelöst, erleben jedoch in Form der Halloween-Kürbisse derzeit eine Renaissance - wenn auch mehr auf Feiern denn auf Friedhöfen.

Allgemeine Zustimmung dürfte hingegen der Festtagsschmaus finden, denn Stille und Trauer schließen eine deftige Mahlzeit nicht aus - und so wird gern kräftig aufgetischt.