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Pfingsten

Die wichtigsten Feiertagstermine rund um Pfingsten 2014, 2015 und 2016. Außerdem kurze Hintergrundinformationen.


Pfingsten 2014 Feiertage:

Pfingstsonntag Sonntag, 8.Juni 2014
Pfingstmontag Montag, 9.Juni 2014
Alle Feiertage 2014

Pfingsten 2015 Feiertage:

Pfingstsonntag Sonntag, 24.Mai 2015
Pfingstmontag Montag, 25.Mai 2015
Alle Feiertage 2015

Pfingsten 2016 Feiertage:

Pfingstsonntag Sonntag, 15.Mai 2016
Pfingstmontag Montag, 16.Mai 2016
Alle Feiertage 2016


Pfingsfest

Das Pfingstfest ist im Christlichen Jahreskalender das dritte große Hauptfest. Hier wird die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jünger Christi nach dessen Himmelfahrt zelebriert. Pfingsten gilt als Tag der Gründung der Katholischen Kirche und beendet dann auch die österliche Zeit der Freude.
Der Gründungsmythos bezieht sich auf den Bericht der Apostelgeschichte. Die Jünger Jesu Christi trafen sich dem Bericht zu Folge am 50. Tag nach Ostern in einem Haus zu einer Versammlung. Um die dritte Stunde des Tages empfingen sie die heilige Gabe vom Spiritus sancti, die sie befähigt, in anderen Sprachen zu sprechen.

"Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen."
Apostelgeschichte 2,1-4

Das gleichzeitig stattfindende Wochenfest hatte wie üblich eine große Menge an Festpilgern aus vielen Ländern nach Jerusalem kommen lassen. Die Menge an Festpilgern bekam dieses Wunder mit und soll darüber bestürzt gewesen sein, dass die Jünger Jesu in allen fremden Sprachen bewandert waren. Petrus überzeugte die Menge, erinnerte sie an die Verheißung des Geistes durch den Propheten Joel und kündet vom Tod und der Auferstehung Jesu.

"… das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5): ,Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen … Und es soll geschehen: wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.'"
Apostelgeschichte 2,15-18


Die Menge der Festpilger war ergriffen und nach dem Petrus zu Umkehr und Buße aufgefordert hatte, sollen sich allein an diesem Tage 3000 Menschen haben taufen lassen.

"Als sie aber das hörten, ging's ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes. Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung, und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird … Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen."
Apostelgeschichte 2,37-41

Historisch gesehen war der 50.Tag nach Ostern der festliche Abschluss der Osterzeit. Zeitweilig setzte sich im ostsyrischen und palästinensischen Kirchenbereich der Kultus durch, an diesem Tag die Himmelfahrt Jesu zu betonen. In Jerusalem wurde unterdessen beides, die Auferstehung als auch die Geistsendung, zelebriert, so dass immer zur dritten Stunde des Tages zu Pfingsten ein Gedenkgottesdienst für die Ausgießung des Geistes stattfand. Gegen Nachmittag wurde nach dem gemeinsamen Zug zur Himmelfahrtskirche der Bericht von der Himmelfahrt Jesu gelesen. Im spätantiken ausgehenden 4. Jahrhundert dominierte allerdings die Vorstellung vom eigenständigen Charakter des Festes.
Von nun an stand die Sendung des Heiligen Geistes im Zentrum des Pfingstfestes.
Die weitere Entwicklung zeigt einen Versuch, Entsprechungen zwischen dem Pfingst- und dem Osterfest herzustellen. In der äußeren Form erhielt das Pfingstfest ebenfalls eine ganze Festwoche (Pfingstoktav), die inzwischen allerdings in Deutschland, ähnlich wie beim Osterfest, auf zwei Tage beschränkt wurde (Pfingstsonntag, Pfingstmontag). Das Pfingstfest erlangte eine große Bedeutung durch die Taufe. Dem Osterfest entstand eine zweite Entsprechung. Die christliche Gemeinschaft begeht an Pfingsten den Tag ihrer Geburt, in dem das Zeremoniell der Taufe an die Geistsendung und die Taufe der 3000 erinnert, wobei der mythische Gründungsakt formal wiederholt wird. Die Taufe ermöglicht es, die Menschen in das Beziehungsgefüge des Leibes Jesu Christi einzufügen und Anteil an der geistvermittelten christlichen Gemeinschaft zu erlangen. Die Taufe zu Pfingsten unterstützt diese doppelte Bedeutung.

Pfingsten hat für die Gemeinschaft der Christen eine besondere Bedeutung in dem Beschließen der 50 Tage Freude über die Auferstehung Jesu. Das neue Leben und die angekündigte Geistsendung als Vorbild für die neue Glaubensgemeinschaft vollenden sich in der Erfüllung. Die Bedeutung des Pfingstfestes für die Gemeinschaft der Christen ergibt sich aus der neu gewonnenen historischen Gestalt des gesamten Corpus Christi. Himmelfahrt und Geistsendung schließen nicht die Christusgeschichte ab, sondern vermittelt durch die Geistsendung setzt sich die Glaubensgeschichte fort.
Nach der Neuordnung des Kirchenjahres in der Katholischen Kirche endet jetzt die Osterzeit mit dem Pfingstsonntag. Am Montag nach Pfingsten beginnt das neue Kirchenjahr bzw. die neue Zeit im Jahreskreis.
Das Pfingstfest hat nicht die Popularität erlangt wie das Weihnachts- oder das Osterfest. Dies scheint direkt damit zusammenzuhängen, dass der geistesgeschichtliche bzw. der historische Hintergrund nur schwer verständlich zu machen ist. Trotz allem gab es immer wieder Versuche, ein wenig mehr Volkstümlichkeit in das Brauchtum einzubringen. Ein schönes Motiv ist das Herablassen einer Taube durch die Heiliggeistöffnung in den Kirchen als konkrete Darstellung der mythischen Überlieferung. Die Taube gilt hier als das Symbol Jesu Christi und des Heiligen Geistes. Bräuche, die eng mit dem Naturjahr verknüpft waren, sind auch verstärkend eingesetzt worden, darunter fiel die Ausschmückung der Kirchen durch Birkenzweige und Birkenbäumchen, das Abhalten von Umzügen, Tänze um den Maibaum und vieles andere mehr, was die Volkstümlichkeit von Pfingsten befördert hätte.
In Deutschland gelten der Pfingstsonntag und der Pfingstmontag als gesetzliche Feiertage. Im Jahr 2005 versuchten Wirtschaftsverbände in Deutschland in einer Initiative den Pfingstmontag als gesetzlichen Feiertag abzuschaffen. Diese Offensive scheiterte am gemeinsamen Votum aller Parteien mit Ausnahme der FDP, die in einer relativ einmalig anmutenden einmütigen Gemeinschaft die Tradition des Pfingstfestes befestigten.


Literatur:
Karl Heinz Bieritz: Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart; Berlin 1986; S. 136 ff.





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