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Ostern

Die wichtigsten Feiertagstermine rund um das Osterfest der Jahre 2014, 2015 und 2016. Außerdem kurze Hintergrundinformationen.


Ostern 2014 Feiertage:

Palmsonntag Sonntag, 13.April 2014
Gründonnerstag Donnerstag, 17.April 2014
Karfreitag Freitag, 18.April 2014
Karsamstag Samstag, 19.April 2014
Ostersonntag Sonntag, 20.April 2014
Ostermontag Montag, 21.April 2014
Alle Feiertage 2014

Ostern 2015 Feiertage:

Palmsonntag Sonntag, 29.März 2015
Gründonnerstag Donnerstag, 2.April 2015
Karfreitag Freitag, 3.April 2015
Karsamstag Samstag, 4.April 2015
Ostersonntag Sonntag, 5.April 2015
Ostermontag Montag, 6.April 2015
Alle Feiertage 2015

Ostern 2016 Feiertage:

Palmsonntag Sonntag, 20.März 2016
Gründonnerstag Donnerstag, 24.März 2016
Karfreitag Freitag, 25.März 2016
Karsamstag Samstag, 26.März 2016
Ostersonntag Sonntag, 27.März 2016
Ostermontag Montag, 28.März 2016
Alle Feiertage 2016






Das Osterfest, der Osterhase und das Ei

Wenn wir an Ostern denken, so denken wir in erster Linie an den Osterhasen und die Ostereier, an viele schöne Stunden im Kreise der Familie, die uns noch aus der verklärten Kindheit im Sinne Goethes Zueignung entgegenschimmern:

Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.
Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten?
Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?
Ihr drängt euch zu! nun gut, so mögt ihr walten,
Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt;
Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert
Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert…


Wie kommt es, dass gerade diese Symbole dieses wichtigste christliche Fest im Jahreszyklus so sehr überstrahlen, so dass sich vom eigentlichen Urgrund wenig in das profane Leben gerettet hat. Wie ist dieser Mythos zu verstehen und woher bezieht er seine Speisung. Theorien darüber wurden schon einige angestellt. Der Begriff Ostern hat schon zu interessanten Spekulationen Anlass gegeben.
Die Deutsche Romantik konnte mit dem Munde Jakob Grimms erklären lassen, "Ostara, Eástre mag also Gottheit des strahlenden Morgens, des aufsteigenden Lichts gewesen sein, eine freudige, heilbringende Erscheinung, deren Begriff für das Auferstehungsfest des christlichen Gottes verwandt werden konnte." In der Zeit des 19. Jahrhunderts war man geneigt, neue Wege zu beschreiten und eine germanische Wurzel zu betonen, die sich das in der Spätantike aufsteigende Christentum zu nutze gemacht haben soll.
Die Bedeutung des Osterhasen als Fruchtbarkeitssymbol scheint hier einen tieferen Sinn im Zusammenhang zum Ostermonat (Frühlingsgöttin Eostrae, die dem Eostur-Monath > Ostermonat für April) zu erhalten. Aber der Hase konnte auch zum Symbol der Auferstehung Jesu Christi werden, da man ihm die Eigenschaft zugeschrieben hatte, nie zu schlafen. Da Hasen keine Augenlieder haben, schieben sie während des Schlafens die Pupillen nach oben. Andere Theorien sind hinreichend diskutiert worden, allerdings ist des Rätsels Lösung nicht in Sicht.
Eine endgültig schlüssige Begründung scheint nur in dem Gedanken zu liegen, dass der Hase von je her im urtümlichen Frühlingsbrauchtum der Völker eine bedeutende Stellung einnahm. Er galt immerhin als das Symbol der erwachenden Natur. Die Fortpflanzungsfähigkeit scheint schon immer legendär gewesen zu sein. Herumbalgende Hasenkinder auf blühenden Frühlingswiesen müssen die ländliche Bevölkerung bei der Entstehung des Brauchtums inspiriert haben.
Interessanterweise taucht der Hase als Symbol der christlichen Trinität (Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist) im ‚Dreihasenbild' des Kölner Doms auf. Auch hier wird der Ursprung des Osterhasenmythos vermutet.
Die Legende vom Eier legenden Osterhasen entstand im Zuge der Tradition, Brote in Hasenform zu backen, um sie auf österliche Wallfahrten mitzunehmen. In die Mitte des Brotes wurde ein Ei gesetzt. Eier haben in vielen Kulturen eine ähnliche symbolische Bedeutung. Sie gelten als Signum des Lebens und Symbol der Fruchtbarkeit. Aus slawischer Tradition stammt wohl der Brauch, Eier mit farblichem Schmuck zu versehen. Eier wurden auch aus Edelsteinen, Marmor, Holz oder Wachs hergestellt und entsprechend als wertvolle symbolische und mit Magie aufgeladene Festgaben überreicht. Die Verbindung von Hase und Eier im österlichen Zusammenhang ließ die Legende vom Eier legenden und Eier bringenden Osterhasen entstehen. So hat der Osterhase in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts fast geschichtsnotwendigen Status erlangt, zumindest wenn man die verschiedensten Schokoladenausfertigungen wohlwollend in den Supermärkten betrachtet.
In den verschiedensten Mythologien der alten Kulturen spielte aber auch das Ei eine bedeutende Rolle. Dass aus Eiern Leben hervor kroch, muss wie ein Mysterium gewirkt haben. Bei der Entstehung der Welt spielte das Ei immerhin in der ägyptischen, der griechischen und der chinesischen Kultur eine hervorragende Rolle. Auch hier deutet sich eine Verbindung zum Christentum an, welches einen eigenen Schöpfungsmythos kennt. Die Leidenszeit, die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu wiederholen symbolisch diesen Schöpfungsmythos. Der Osterhase und das Ei symbolisieren den natürlichen Lebenszyklus und verbinden naturhaftes und lebendiges Denken mit spirituellem Christentum.



Literatur:
Sybil Gräfin Schönfeldt: Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche. Durch das Jahr und den Lebenslauf, Ravensburg 1987, S. 116 ff.
Angelika Feilhauer: Feste feiern in Deutschland. Ein Führer zu alten und neuen Volksfesten und Bräuchen, Zürich 2000, S. 83 ff.
Karl Heinz Bieritz: Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart; Berlin 1986; S. 86 ff.





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