Pfingstmontag gehört zum Pfingstfest.
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Pfingstmontag - Abschluss und Tradition
Wenngleich in einigen Ländern gesetzlicher und in Abhängigkeit des Osterfestes ebenso wie der Pfingstsonntag ein beweglicher
Feiertag, so zählt der Pfingstmontag, mit Ausnahme des außerordentlichen römischen Ritus, liturgisch betrachtet nicht mehr
zur eigentlichen Osterzeit sondern vielmehr zum Jahreskreis.
Demzufolge zeichnet dieser Tag sich nur durch wenige Besonderheiten aus und wird selbst von bekennenden Christen gern als eine Art
"Dreingabe" zum Pfingstsonntag verstanden. Das ist durchaus folgerichtig, denn an Pfingsten ist schließlich die Zeit der Fülle,
der Erfüllung durch den Empfang des Heiligen Geistes gekommen. Insofern kann der Montag in den Gegenden, in welchen er arbeitsfrei ist,
also durchaus eine Gelegenheit sein, diese Erfahrung zu vertiefen und zu verinnerlichen.
Geprägt wird der Pfingstmontag daher in der Hauptsache durch regionale Besonderheiten und Veranstaltungen. Ein lustiger Brauch ist
beispielsweise die in Teilen Deutschlands und Österreichs in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag praktizierte Bosheits- oder
auch Unruhnacht. Ursprünglich zum Austreiben böser Geister gedacht dient sie heute mehr dazu, seine Mitbürger durch Verstecken
von Gegenständen, die nicht durch ein Dach geschützt sind oder durch Verstellen von Türen zu foppen.
Nicht um Streiche geht es dagegen in Berchtesgaden am seit dem 16. Jahrhundert stattfindenden Bergknappenjahrtag der Salzbergmänner.
Traditionell marschieren Knappschaftskappelle und Trommler zunächst am Pfingstsonntag zur Ankündigung der Zeremonie durch den
historischen Markt der Stadt bis zum Königlichen Schloss. Dort spielen die Männer zum Standkonzert auf.
Die eigentlichen Feierlichkeiten beginnen jedoch am frühen Morgen des Pfingstmontags mit dem offiziellen Festakt im Grubenraum des
Kaiser-Franz-Sinkwerks, gut 200 Meter unter Tage. Anschließend ziehen die Knappen in weiß-blauer Tracht und geschmückt mit
den obligatorischen Rutschledern und Schachthüten hinaus aus dem Berg. Der älteste Bergmann trägt dabei das Wahrzeichen ihrer
Zunft, den aufwendig geschnitzten und bemalten "Bergmanndl".
Wiederum mit Kapelle und Trommlern marschiert der Zug zur Messe in die Stiftskirche und nach dem Gottesdienst geht es zur Wohnung des obersten
Bergarbeiters, wo dessen Frau gemäß alter Sitte den Fahnenstrauß überreicht bekommt.
Auf das Jahr 1412 geht eine andere Tradition zurück: Der Pfingstritt zu Bad Kötzting. Der örtliche Geistliche sah sich seinerzeit
genötigt, um Geleitschutz zu ersuchen, damit er einem Sterbenden aus dem Orte Steinbühl die Bitte nach den nötigen Sakramenten
erfüllen konnte. Dieser wurde ihm durch die Kötztinger Burschen gewährt. Nach sicherer Rückkehr gelobten sie, diesen Ritt
fortan alljährlich zu wiederholen - und so ziehen bis heute jedes Jahr an Pfingstmontag um die 900 Reiter in historischen Trachten und auf
geschmückten Pferden betend von Kötzting nach Steinbühl.
Die meisten werden es aber wohl am liebsten mit dem Pfingstbier halten, das nach gutem Brauch im Anschluss an den Kirchenbesuch genossen wird. Zum Wohle!