Pfingstmontag

  • Pfingstmontag 2016: Montag, den 16.05.2016
  • Pfingstmontag 2017: Montag, den 05.06.2017
  • Pfingstmontag 2018: Montag, den 21.05.2018
  • Pfingstmontag 2019: Montag, den 10.06.2019
  • Pfingstmontag 2020: Montag, den 01.06.2020
  • Pfingstmontag 2021: Montag, den 24.05.2021

Feiertage 2017 | nächster Feiertag: Fronleichnam

Pfingstmontag gehört zum Pfingstfest.
Hier finden Sie die Daten aller weiteren Feiertage rund um Pfingsten 2017, 2018, 2019

Pfingstmontag 2017
Juni 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
22   1234
23567891011
2412131415161718
2519202122232425
262627282930  
2018
Mai 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
18 123456
1978910111213
2014151617181920
2121222324252627
2228293031   
2019
Juni 2019
Mo Di Mi Do Fr Sa So
22     12
233456789
2410111213141516
2517181920212223
2624252627282930

Pfingstmontag - Abschluss und Tradition

Wenngleich in einigen Ländern gesetzlicher und in Abhängigkeit des Osterfestes ebenso wie der Pfingstsonntag ein beweglicher Feiertag, so zählt der Pfingstmontag, mit Ausnahme des außerordentlichen römischen Ritus, liturgisch betrachtet nicht mehr zur eigentlichen Osterzeit sondern vielmehr zum Jahreskreis.

Demzufolge zeichnet dieser Tag sich nur durch wenige Besonderheiten aus und wird selbst von bekennenden Christen gern als eine Art "Dreingabe" zum Pfingstsonntag verstanden. Das ist durchaus folgerichtig, denn an Pfingsten ist schließlich die Zeit der Fülle, der Erfüllung durch den Empfang des Heiligen Geistes gekommen. Insofern kann der Montag in den Gegenden, in welchen er arbeitsfrei ist, also durchaus eine Gelegenheit sein, diese Erfahrung zu vertiefen und zu verinnerlichen.

Geprägt wird der Pfingstmontag daher in der Hauptsache durch regionale Besonderheiten und Veranstaltungen. Ein lustiger Brauch ist beispielsweise die in Teilen Deutschlands und Österreichs in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag praktizierte Bosheits- oder auch Unruhnacht. Ursprünglich zum Austreiben böser Geister gedacht dient sie heute mehr dazu, seine Mitbürger durch Verstecken von Gegenständen, die nicht durch ein Dach geschützt sind oder durch Verstellen von Türen zu foppen.

Nicht um Streiche geht es dagegen in Berchtesgaden am seit dem 16. Jahrhundert stattfindenden Bergknappenjahrtag der Salzbergmänner. Traditionell marschieren Knappschaftskappelle und Trommler zunächst am Pfingstsonntag zur Ankündigung der Zeremonie durch den historischen Markt der Stadt bis zum Königlichen Schloss. Dort spielen die Männer zum Standkonzert auf.

Die eigentlichen Feierlichkeiten beginnen jedoch am frühen Morgen des Pfingstmontags mit dem offiziellen Festakt im Grubenraum des Kaiser-Franz-Sinkwerks, gut 200 Meter unter Tage. Anschließend ziehen die Knappen in weiß-blauer Tracht und geschmückt mit den obligatorischen Rutschledern und Schachthüten hinaus aus dem Berg. Der älteste Bergmann trägt dabei das Wahrzeichen ihrer Zunft, den aufwendig geschnitzten und bemalten "Bergmanndl".

Wiederum mit Kapelle und Trommlern marschiert der Zug zur Messe in die Stiftskirche und nach dem Gottesdienst geht es zur Wohnung des obersten Bergarbeiters, wo dessen Frau gemäß alter Sitte den Fahnenstrauß überreicht bekommt.

Auf das Jahr 1412 geht eine andere Tradition zurück: Der Pfingstritt zu Bad Kötzting. Der örtliche Geistliche sah sich seinerzeit genötigt, um Geleitschutz zu ersuchen, damit er einem Sterbenden aus dem Orte Steinbühl die Bitte nach den nötigen Sakramenten erfüllen konnte. Dieser wurde ihm durch die Kötztinger Burschen gewährt. Nach sicherer Rückkehr gelobten sie, diesen Ritt fortan alljährlich zu wiederholen - und so ziehen bis heute jedes Jahr an Pfingstmontag um die 900 Reiter in historischen Trachten und auf geschmückten Pferden betend von Kötzting nach Steinbühl.

Die meisten werden es aber wohl am liebsten mit dem Pfingstbier halten, das nach gutem Brauch im Anschluss an den Kirchenbesuch genossen wird. Zum Wohle!