Gründonnerstag

  • Gründonnerstag 2015: Donnerstag, den 02.04.2015
  • Gründonnerstag 2016: Donnerstag, den 24.03.2016
  • Gründonnerstag 2017: Donnerstag, den 13.04.2017
  • Gründonnerstag 2018: Donnerstag, den 29.03.2018
  • Gründonnerstag 2019: Donnerstag, den 18.04.2019
  • Gründonnerstag 2020: Donnerstag, den 09.04.2020
Gründonnerstag: ist kein gesetzlicher Feiertag, aber ein stiller Feiertag in Deutschland.

Feiertage 2016 | nächster Feiertag: Karfreitag

Gründonnerstag gehört zum Osterfest.
Hier finden Sie die Daten aller weiteren Feiertage rund um Ostern 2016, 2017, 2018

Gründonnerstag 2016
März 2016
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2017
April 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
13     12
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1510111213141516
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2018
März 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
09   1234
10567891011
1112131415161718
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Gründonnerstag - die Farbe des Vorabends

Den fünften Tag der Karwoche bezeichnen wir als Gründonnerstag. Es handelt sich dabei um einen Feiertag von nicht geringem Rang, denn wir sprechen hier von dem Tag vor Karfreitag: An diesem Vorabend seiner Kreuzigung zelebrierte Jesus von Nazareth mit seinen Jüngern der Überlieferung zufolge das Letzte Abendmahl.

Er begründete damit die Eucharistie, indem er das Brot brach und mit den Teilnehmern des Mahles teilte sowie mit Ihnen Wein aus einem gemeinsamen Kelch trank. Dazu sprach er die Worte: „Nehmet, denn dies ist mein Leib und dies ist mein Blut. Sooft ihr solches esst und trinkt, tut es zu meinem Gedächtnis“.

Der Gründonnerstag leitet das drei Tage andauernde Gedenken an das Leid, den Tod, die Totenruhe und abschließend die Auferstehung Christi ein, im Lateinischen Triduum Sacrum genannt. Diese Zeit beginnt mit dem liturgischen Abendgebet, der Vesper, am Gründonnerstag und geht zu Ende wiederum mit der zweiten Vesper am Ostersonntag.

Weshalb aber heißt dieser Tag im deutschsprachigen Raum so? Zur Herkunft des Namens gibt es eine Anzahl von Theorien, welche sich nicht zwangsläufig gegenseitig ausschließen. Weit verbreitet ist beispielsweise die Annahme, er leite sich vom lateinischen „Virides“ ab, was so viel wie „Die Grünen“ bedeutet. Seinen Ursprung hat dies in der Tradition der Büßer, die sich am „Antlastag“, also am Tage des Bußerlasses der Kirche, in übertragenem Sinne von dürrem Holz zurückverwandelten in grünes.

Andere glauben, der Name bezieht sich darauf, dass gläubige Christen an Gründonnerstag vermehrt grünes Gemüse verzehrten, was plausibel klingt sowohl im Hinblick auf die Fastenregeln der Karwoche als auch auf diverse weitere, abergläubische Vorstellungen jener Zeit.

Ebenso gängig ist die These einer Herleitung von der liturgischen Farbe Grün. Zwar sieht der gängige Farbkanon für diesen Tag seit Einführung des Römischen Ritus in der Spätantike die Farbe Weiß vor, es sind jedoch regionale Abweichungen denkbar, die zum heutigen Namen führten.

Gleich jedoch, welcher Vermutung man den Vorzug gibt: Der genaue Grund verliert sich im Dunst der Geschichte - vermutlich ist es richtig, eine Kombination mehrerer Möglichkeiten anzunehmen.

Der Gründonnerstag wird in der protestantischen Kirche mit einem häufig besonders gestalteten Abendmahlsgottesdienst begangen.

Die Römisch-katholische Kirche zelebriert diesen Tag ebenfalls mit dem Gedenken des letzten Abendmahles und der Einsetzung des Altarsakramentes in der Heiligen Messe. Die bei diesem Abendmahl gewandelten Hostien werden den Gläubigen am folgenden Karfreitag in der Kommunion dargereicht, weil an diesem Tage traditionell keine Eucharistiefeier erlaubt ist.

Daran schließt sich eine schlicht gehaltene Prozession an, bei der das Allerheiligste entweder zu einer Kapelle oder zu einem Seitenaltar gebracht wird. Sie dient zur Erinnerung an den einsamen Gang Jesu zum Ölberg, wo er in böser Vorahnung des Kommenden betete und schließlich durch die Römer verhaftet wurde.

Nach dem Verklingen des Glorias, bei welchem alle Glocken läuten, schweigen diese nun bis zum Ostersonntag. Von allen Altären mit Ausnahme desjenigen, auf dem die Eucharistie steht, werden nach Ende des Gottesdienstes alle schmückenden Accessoires entfernt, denn auch Jesus wurden die Kleider vom Leibe gerissen.

Traditionell wird im Anschluss daran, meist vor dem Altar und manchmal die Nacht hindurch, Gebetswache gehalten. Zusätzlich wird in den Gemeinden gemäß der Überlieferung die rituelle Fußwaschung nach dem Vorbilde Christus vorgenommen, um den Dienstcharakter des Kirchenamtes hervorzuheben.

Viele Möglichkeiten also, das Angedenken an den Mann zu erneuern, der für seinen Glauben starb und den Menschen Erlösung verhieß.