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Karfreitag
Termine und Hintergrundinfos

Karfreitag 2007: Freitag, den 6.4.2007
Karfreitag 2008: Freitag, den 21.3.2008
Karfreitag 2009: Freitag, den 10.4.2009
Karfreitag 2010: Freitag, den 2.4.2010
Karfreitag 2011: Freitag, den 22.4.2011
Karfreitag 2012: Freitag, den 6.4.2012

Karfreitag ist gesetzlicher Feiertag in folgenden Bundesländern:
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
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Ostern

Karfreitag


Der Karfreitag ist in der christlichen Mythologie der Todestag Jesu Christi, der Todestag des göttlichen Friedensstifters und Friedensbringers. Karfreitag findet seine etymologische Ableitung aus dem althochdeutschen Begriff ‚Chara', was soviel wie Wehklage oder Trauer bedeutet. Die Ursprünge dieses Feiertages im Rahmen des christlichen Osterkreises reichen weit in die Geschichte zurück und nehmen ihren Anfang im 2.Jahrhundert im Imperium Romanum, im Zeitalter der Adoptivkaiser bzw. der Pax Antoniana. Während man bis zum 4.Jahrhundert die Karwoche (Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag) als zusammenhängendes Ritual von Abendmahl, Kreuzestod und Auferstehung Jesu zusammen in einer Woche feierte, um deren inneren Zusammenhang zu symbolisieren, wird seit Augustinus (Anfang des 5.Jahrhunderts) im Sinne vom "Triduum des gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Christus" an den drei Tagen von Gründonnerstag an die Leidenszeit Jesu (Leiden > Tod > Auferstehung) rituell in zelebriert.
Während der Karwoche finden Passionsandachten statt, wobei am Karfreitag in der Katholischen Kirche keine Messe stattfindet, sondern eine Art Wortgottesdienst. Im evangelischen Christentum nimmt der Karfreitag eine ganz hervorragende Stellung im Jahreszyklus ein. Hier gilt er als höchster Feiertag. Dem Leiden Jesu Christi wird Respekt und Gedenken durch eigene Buße, Fasten, Stille und Besinnlichkeit gezollt. In der evangelischen Kirche wird Karfreitag Punkt 15 Uhr das Licht gelöscht, um der Todesstunde Jesu besonderen symbolischen Ausdruck zu verleihen. Dieses Zeremoniell findet während der nachmittags stattfindenden Gottesdienste statt. Da der Feiertag im katholischen Christentum nicht immer ein stiller Feiertag war, an diesem Tag sogar ‚lärmend' gearbeitet wurde, mussten gelegentlich Gesetze erlassen werden, um den konfessionellen Unfrieden zu glätten, der gelegentlich in der Nähe evangelischer Gotteshäuser aufkam. Inzwischen ist der Karfreitag als ‚stiller Feiertag' gesetzlich geschützt.

Viele ältere Sitten haben sich mit der allgemeinen Trauer während dieses Tages verbunden. Alles wurde mit dem am Kreuz leidenden Jesu verglichen. So durften unter anderem an diesem Tage keine Tiere getötet werden, es durfte nichts getrunken werden, da Jesus am Kreuz Durst litt, an Marterwerkzeuge erinnernde Geräte des Haushaltes oder der Garten- und Feldarbeit waren an diesem Tag Tabu.

Viele andere ‚Verbote' ergänzten den Brauch, den Kreuzestod Jesu zu gedenken. Respekt vor göttlichen Geboten vermischte sich vielerorts mit einer gewissen Form des Aberglaubens.
Zu einem eingebürgerten volkstümlichen Ritus gehört der Karfreitagsfisch. Dieser Mythos hat sich bis in die profane Gegenwart erhalten. Der Fisch ist das Symbol der verfolgten Christen in der Antike. Das Fisch-Symbol "ICHTHYS" wird auch heutzutage wieder häufiger von Christen als öffentliches Signum verwendet. Es bleibt dabei unklar, ob das Fischsymbol selbst oder der Fisch als Arme-Leute-Essen im Sinne von mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bewertungskriterien der Ideengeber des Ritus war. Bei den klassischen Karfreitagsspeisen jedenfalls steht der Fisch an erster Stelle noch vor den Mehlspeisen und Brezeln.


Einmal im Jahr wird das im 4.Jahrhundert gefundene Kreuz in Jerusalem den Gläubigen zum Todestag von Jesus Christus den Gläubigen gezeigt, weshalb an diesem Tag in der katholischen Messe die Huldigung Jesu in der Enthüllung und Verehrung des Heiligen Kreuzes im Zentrum steht.


Literatur:
Sybil Gräfin Schönfeldt: Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche. Durch das Jahr und den Lebenslauf, Ravensburg 1987, S. 107
Angelika Feilhauer: Feste feiern in Deutschland. Ein Führer zu alten und neuen Volksfesten und Bräuchen, Zürich 2000, S. 76f





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