Ostersonntag 2010, 2011, 2012
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Ostersonntag
Datum und Hintergrundinfos

Ostersonntag 2009: Sonntag, den 12.4.2009
Ostersonntag 2010: Sonntag, den 4.4.2010
Ostersonntag 2011: Sonntag, den 24.4.2011
Ostersonntag 2012: Sonntag, den 8.4.2012
Ostersonntag 2013: Sonntag, den 31.3.2013
Ostersonntag 2014: Sonntag, den 20.4.2014

Ostersonntag ist kein gesetzlicher Feiertag in Deutschland.
Feiertage 2010 | nächster Feiertag: Ostermontag

Ostersonntag gehört zum Osterfest.
Hier finden Sie die Daten aller weiteren Feiertage rund um Ostern 2010, 2011, 2012



Ostersonntag

Ostern ist - anders als etwa Heiligabend - ein sogenannter beweglicher Feiertag, weil es nicht auf einen feststehenden Tag im Jahr fällt. Es wird nach dem unter Kaiser Konstantin im Jahre 325 a.D. einberufenen Konzil von Nizäa in der heutigen Türkei stets an dem Sonntag gefeiert, welcher auf den ersten Vollmond im Frühling folgt. Damit liegt das Osterfest in einem Zeitkorridor zwischen frühestens dem 22. März und spätestens dem 25. April.

Bereits ab Anfang Februar füllen sich die Geschäfte mit Osterhasen, Ostereiern und allerlei Schmuck für den obligatorischen Weidenstrauch. Spätestens dann ist klar: Ostern rückt näher. In der Karwoche steigt die Spannung allmählich an, die Kinder werden unruhig – und dann ist er endlich da: Der Ostersonntag.

Neben Pfingsten handelt es sich beim Osterfest um das älteste und zugleich höchste Fest der Christenheit. Gefeiert wird der Tag der Auferstehung Jesu nach seiner Hinrichtung durch die Römer. Was war an diesem Sonntage vor rund zweitausend Jahren geschehen?

Nachdem Jesus von Nazareth am Karfreitag den Tod am Kreuz gestorben war, gestatte der römische Statthalter Pontius Pilatus, der ihn verurteilt hatte, entgegen damals üblichen Gepflogenheiten die unverzügliche Abnahme und Bestattung des Leichnams. Der Überlieferung zufolge wurde Jesus in ein Leichentuch gewickelt und in einer Felsengruft bestattet. Diese wurde durch einen großen und schweren Stein verschlossen, von dem man annehmen sollte, dass ein Mensch allein ihn nicht hätte bewegen können.

Zusätzlich ordnet Pilatus an, das Grab bewachen zu lassen, um einem Abtransport mit nachfolgender Auferstehungslegende vorzubeugen. Die Wächter versiegeln den Stein und versehen ihren Dienst, jedoch müssen sie versagen, denn Höheres trägt sich zu.

Früh am Morgen, noch ist es dunkel, da suchen Maria Magdalena und des Jakobus‘ Mutter, Maria, die Grabstätte auf, um den Leib Christi einzubalsamieren. Während sie noch überlegen, wie sie an den Bewachern vorbeikommen und den Stein bewegen sollen, erbebt plötzlich die Erde. Ihnen erscheint ein Engel, der die römischen Wächter erstarren lässt und den Stein für sie zur Seite rollt - und damit unter Beweis stellt, was er den beiden Frauen sagt: Jesus ist auferstanden.

Sie eilen zurück in die Stadt, um die Kunde zu verbreiten, und begegnen dem Heiland auf dem Wege dorthin. Seine Jünger, ganz besonders der ungläubige Thomas, sind zunächst misstrauisch, doch später erscheint Jesus auch ihnen und überzeugt sie davon, dass er den Tod besiegt hat. Später tragen sie die Kunde davon hinaus in die Welt und haben die frohe Botschaft damit bis in unsere Tage lebendig erhalten.

Mit dem Ostersonntag enden die heiligen drei Tage, das Triduum Sacrum, und zugleich die Fastenzeit. In den Kirchen beginnen die Feierlichkeiten bereits in der Osternacht, also am Abend des Karsamstages, mit der Lichtfeier. Dabei werden nahe den Gotteshäusern Feuer entfacht, woran unter Dankgebeten die neue Osterkerze entzündet wird. Es folgt eine Prozession in die noch dunkle Kirche.

Nach dem dreimaligen Ruf „Lummen Christi“ des Priesters, was übersetzt „Christus das Licht“ bedeutet, und der Antwort der Gemeinde „Deo Gratias“ (Ehre sei Gott) wird die Flamme der ersten Kerze an die übrigen Gläubigen verteilt und das Kircheninnere erhellt sich.

Nach dem folgenden Wortgottesdienst setzt mit dem Gloria erstmals die Orgel wieder ein, die seit Gründonnerstag geschwiegen hatte, und die Glocken beginnen zu läuten. Es schließen sich Taufe bzw. Tauferneuerung und Eucharistiefeier (Abendmahl) an, die Messe endet mit dem Halleluja.

Der Brauch der großen Osterfeuer übrigens, die in vielen Gemeinden zusätzlich zum kirchlichen abgebrannt werden und sowohl Treffpunkt als auch Fest für viele Menschen sind, geht vermutlich auf Traditionen zurück, die im Laufe des 16. Jahrhunderts entstanden sind und vom Christentum übernommen wurde. Ursprünglich sollte mit den möglichst hoch auflodernden Flammen nämlich der Winter ausgetrieben werden, und die Asche diente zum Schutze der Saat auf den Feldern.

Was haben denn nun aber eigentlich Osterhasen mit der ganzen Sache zu tun, und was die Eier? Letztere zu bemalen ist ein alter und überregional verbreiteter Brauch unter Christen, an dem natürlich vor allem Kinder ihren Spaß haben, wenn sie sie bemalen oder die versteckten Eier suchen dürfen. Der genaue Ursprung des Brauches ist nicht bekannt, es wird jedoch eine Symbolik im Zusammenhang mit der Auferstehung angenommen, was im Hinblick auf das Ei als Beginn neuen Lebens nachvollziehbar ist.

Der Osterhase hingegen taucht, ebenso wie die Sitte des Eiersuchens, in der Geschichte zuerst im Mittelalter gegen Ende des 16. Jahrhunderts auf. In Deutschland war er in Verbindung mit Ostereiern bis um 1900 herum übrigens nicht zu finden, vermutlich deshalb, weil bis dahin regional verschiedene Tiere wie z.B. Kraniche oder Füchse die Eier zu den Kindern brachten.

Wie es nun zu der Hasen-Ei-Verbindung kam, darüber gehen die Meinungen auseinander. Am wahrscheinlichsten ist wohl die Deutung, dass die Erwachsenen, welche die Eier für die Kinder versteckten, jenen eine glaubhafte Erklärung für deren Lieferung geben wollten. Und das waren dann eben diverse Tiere, unter denen der Hase sich letztlich durchgesetzt hat. Und lecker ist der Brauch ja immerhin!






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